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Coronavirus / Covid-19: Informationen für Reisende

29.03.2020 - Artikel

Hier finden Informationen zum Coronavirus

Coronavirus - Rückholprogramm Neuseeland


UPDATE :

Stand 31.03.2020 15:30 NZDT

Am Nachmittag des 31. März 2020 informierte das neuseeländische Außenministerium alle Botschaften darüber, dass der vorläufige Stopp von Rückführungsflügen über den 31. März hinaus verlängert werde-für wie lange wurde nicht gesagt.

In einer anschließenden Pressekonferenz erklärte Premierministerin Ardern, dass die neuseeländische Regierung daran arbeite, „Rahmenbedingungen“ zu schaffen, die eine Wiederaufnahme von Rückführungsflügen ausländischer Touristen ermögliche. Dies werde „einige Tage“ dauern.

Wir werden Sie wie bisher über die aktuelle Entwicklung zeitnah auf dem Laufenden halten.


Rückholflüge auch über den 31.03. hinaus weiterhin ausgesetzt

Stand: 30. März 2020, 22 Uhr MEZ)

Nach wie vor sind weitere Rückholflüge durch die neuseeländischen Behörden ausgesetzt. Die Botschaft und das Auswärtige Amt stehen auf allen Ebenen in engem Kontakt mit der neuseeländischen Regierung, um eine Wiederaufnahme der Rückholflüge zu erreichen. Die neuseeländische Regierung hat uns versichert, dass sie die Ausreise der deutschen Staatsangehörigen ermöglichen will, aber das genaue Vorgehen erst in den nächsten Tagen festlegen wird.

Bis sehen Sie von Anfragen zu Rückholflügen an die Botschaft Wellington ab. Sie werden kontaktiert sobald ein Rückflug für Sie feststeht. Wir bitten um Geduld.  Es bestehen derzeit vereinzelt noch Möglichkeiten mit kommerziellen Fluglinien auszureisen, ziehen Sie bitte auch solche Möglichkeiten weiterhin in Betracht.

Bitte registrieren Sie sich NICHT mehrfach, dies führt zu doppelten Datensätzen und erheblicher Mehrarbeit. 

Registrieren Sie sich bitte auch dann unter www.rueckholprogramm.de, wenn Sie bereits in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND vermerkt sind. 

Es ist nicht nötig, sich über die Registrierung hinaus zusätzlich telefonisch oder per Mail bei der Botschaft Wellington oder dem Auswärtigen Amt zur Teilnahme am Rückholprogramm zu melden. Die Registrierung reicht völlig aus.

Sie werden unaufgefordert mit ausreichend Vorlaufzeit informiert werden, sobald weitere Rückholflüge terminiert sind. Sollten Sie den dann angebotenen  Rückholflug nicht in Anspruch nehmen oder nicht am Flughafen erscheinen, können Sie auch für ggf. später stattfindende Rückflüge nicht mehr berücksichtigt werden. 

Allgemeine Hinweise der Deutschen Botschaft Wellington zu Covid-19

Die Botschaft und das Auswärtige Amt arbeiten derzeit mit Hochdruck an einer Lösung für die gestrandeten Touristen.
Die Botschaft kann aufgrund der der Anordnung der neuseeländischen Regierung, Rückflüge temporär auszusetzen, vorerst keine Auskunft zu verfügbaren Plätzen auf weiteren Rückholflügen geben. Die Botschaft aktualisiert regelmäßig ihre Informationen zum Rückholprogramm der Bundesregierung.

Am 23. März 2020 hat die neuseeländische Regierung die „Stufe 3“ (erhöhtes Risiko eines unkontrollierten Covid-19-Ausbruchs) des vierstufigen neuseeländischen Covid-19-Notfallplans ausgerufen. Das bedeutet, dass alle nicht-essentiellen öffentlich zugänglichen Einrichtungen in Neuseeland schließen (v.a. Cafés, Restaurants, Fitnessstudios, Museen, etc.). Öffentliche Veranstaltungen sind untersagt. Der öffentliche Personenverkehr steht nur noch Personen zur Verfügung, die in essentiellen Berufen tätig sind.

Am 25. März 2020 wurde der nationaler Notstand ausgerufen. Dieser gestattet u.a. den Sicherheitskräften (Polizei, Militär) erweiterte Befugnisse (wie etwa Militärpatrouillen). Gem. Premierministerin Ardern („stay home“) sei eine intensive Kontrolle der für jedermann geltenden Selbstisolationspflicht im öffentlichen Raum durch die Sicherheitskräfte zu erwarten. Bei Nichteinhaltung der Isolationsvorgaben drohe Zwangseinweisung in eine staatliche Quarantäne-Einrichtung. Erfrischungsspaziergänge sollen weiterhin möglich sein. Allerdings sei hierbei zwingend auf die Einhaltung der Distanz zu anderen Menschen zu achten („mindestens zwei Meter“).

Seit 26. März 2020 gilt die höchste „Stufe 4“ (unkontrollierter Covid-19-Ausbruch ist wahrscheinlich). Folge: grundsätzliche Pflicht zur häuslichen Isolation für jedermann (kompletter sog. „Lock-Down). Sämtliche Geschäfte werden geschlossen. Ausgenommen davon sind nur essentielle Einrichtungen wie Supermärkte, Apotheken etc., die dauerhaft geöffnet bleiben. Dies gilt zunächst für vier Wochen.

Seit Freitag, dem 27. März 2020 um 24 Uhr können Inlandsflüge nur noch von solchen Personen genutzt werden, die „Kerndienstleistungen“ (essential services) erbringen, oder aus medizinischen Gründen. Ob dies bedeutet, dass Inlandsflüge auch nicht mehr zum Zwecke der Nutzung eines internationalen Anschlussflugs möglich sind, ist noch nicht ganz klar. Festzustehen scheint aber, dass eine Inlands-Flugreise nicht möglich ist, wenn man kein bestätigtes Flugticket zur Ausreise aus Neuseeland mit sich führt. Andere öffentliche Verkehrsmittel unterliegen seit dem 27. März 2020 denselben Einschränkungen. Die neuseeländische Regierung verweist Reisende, die zu einem Flughafen möchten, auf „lokale Transportunternehmen“. Welche Transportmöglichkeiten sich dadurch ergeben, kann die Botschaft derzeit nicht beurteilen.

Daher: Ein klassischer Tourismus in Neuseeland ist derzeit weder erlaubt noch möglich. Die Nutzung Ihres PKW oder Wohnmobils zur Fahrt zum Flughafen zwecks Ausreise ist aber zulässig. Sie müssen jedoch durch Vorlage eines bestätigten Flugtickets oder in anderer geeigneter Form nachweisen, dass Ihre Fahrt zum Flughafen zum Zwecke der Ausreise erfolgt. Ansonsten lautet die strikte Vorgabe der neuseeländischen Regierung für alle Menschen, die sich derzeit im Lande aufhalten, auch für Touristen: Damit sich Covid-19 nicht weiter ausbreitet, bleiben Sie wo Sie sind.

Weitere Informationen der neuseeländischen Regierung

Weitere Informationen der neuseeländischen Regierung über die Einschränkungen der Reisemöglichkeiten während des Lock-Downs finden Sie hier.

Hinweise zur obligatorischen 14-tägigen Selbstisolation finden Sie auf der Homepage des neuseeländischen Gesundheitsministeriums. Verstöße gegen die Verpflichtung zur „self-isolation“ werden lt. Auskunft der neuseeländischen Behörden streng bestraft (u.U. droht Abschiebung, Inhaftierung oder Geldstrafen).

Ausreise aus Neuseeland

Bei Ausreise aus Neuseeland müssen ausländische Reisende eine etwaig zuvor angeordnete 14-tägige Selbstisolation nur in folgenden Fällen vollständig beenden:

  1. Es liegen Symptome von Covid-19 vor oder
  2. Das Ergebnis eines durchgeführten Covid-19-Tests steht noch aus oder
  3. Es liegt ein positiver Covid-19-Befund vor und Sie gelten nicht als genesen.

Diese Voraussetzungen gelten grundsätzlich auch für eine Teilnahme am Rückholprogramm der Bundesregierung.

Unverändert rät das Auswärtige Amt rät auch dazu, die Rückreise – wo immer es noch möglich ist – selbstorganisiert anzutreten. Nach den der Botschaft vorliegenden Informationen finden z.B. auch weiterhin Flüge mit Qatar Airways statt, wo für Rückflüge ab Anfang April noch freie Plätze verfügbar sein sollen

Ebenfalls unverändert gilt: Eine Registrierung bei der Krisenvorsorgeliste „ELEFAND“ ersetzt nicht die Registrierung bei www.rueckholprogramm.de. Nur die Eintragung bei www.rueckholprogramm.de (siehe unten) ermöglicht die Teilnahme am Rückholprogramm der Bundesregierung.

Bitte registrieren Sie sich für die Teilnahme am Rückholprogramm NUR EINMAL bei www.rueckholprogramm.de. Sie erhalten nach erfolgreicher Registrierung keine Bestätigungsnachricht. Eine erneute Registrierung, weil Sie keine Bestätigung erhalten haben, ist nicht nötig und führt zu Doppelanmeldungen. Bitte nehmen Sie auch dann keine neue Registrierung vor, wenn sich Ihr Aufenthaltsort in Neuseeland nach erfolgter Registrierung ändert.

Informationen zum teilnahmeberechtigten Personenkreis am Rückholprogramm finden Sie bei den FAQ des Auswärtigen Amts. Pauschaltouristen, die sich in Neuseeland aufhalten, kontaktieren bitte ihren jeweiligen Reiseveranstalter. Eine Auskunft inwiefern ihre Rückflüge durch die Anordnung der neuseeländischen Regierung betroffen sind, können nur die Reiseveranstalter und nicht die Botschaft erteilen.

Befinden Sie sich derzeit auf einer der pazifischen Inseln und haben keine Rückreisemöglichkeit mehr, raten wir Ihnen, die weitere Entwicklung abzuwarten und sich insbesondere über die Website der Botschaft auf dem aktuellen Stand zu halten.

Wichtige Hinweise zur Visumsverlängerung

Inhaber eines temporären Visums mit Ablaufdatum vor dem 2. April 2020 („work, student, visitor, interim, limited“), die wegen der aktuellen Lage länger in Neuseeland bleiben müssen als das neuseeländische Visum es erlaubt, müssen rechtzeitig vor Ablauf Ihres Visums einen Antrag auf Verlängerung stellen. Ein solcher Antrag ist zwingend online zu stellen. Es wird dann ein Übergangsvisum erteilt („interim visa“). Die Verlängerung ist möglicherweise nicht kostenlos, sondern es können die üblichen Gebühren anfallen.

Inhaber eines temporären Visums mit Ablaufdatum zwischen 2. April und 9. Juli 2020 werden automatisch ohne Antrag bis Ende September 2020 verlängert.

Nähere Informationen im Hinblick auf Ihren Aufenthaltsstatus in Neuseeland erfragen Sie bitte bei Immigration New Zealand.

Sollten Sie Symptome einer Erkrankung mit Covid-19 feststellen, gehen Sie bitte keinesfalls direkt zum Arzt, sondern kontaktieren Sie umgehend die kostenfreie Healthline des neuseeländischen Gesundheitsministeriums, erreichbar unter 0800 358 5453 (wenn Sie sich in Neuseeland aufhalten) oder 0064 9 358 5453 (wenn Sie sich außerhalb von Neuseeland aufhalten).

Bitte beachten Sie auch die Website zu Covid-19 der neuseeländischen Regierung, abrufbar hier.

Schließung der Botschaft

Die Botschaft bleibt leider bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Eine persönliche Vorsprache ist nur noch in besonders begründeten Ausnahmefällen und mit gesonderter Termin-Vereinbarung möglich.

In unaufschiebbaren Notfällen erreichen Sie die Botschaft auch außerhalb der Geschäftszeiten und zwar täglich bis 24:00 Uhr unter folgender Bereitschaftsdienst-Telefonnummer: 021 651 987 bzw. aus Deutschland 0064 21 651 987. Bitte beachten Sie, dass der Bereitschaftsdienst der Botschaft keine Visafragen beantworten kann (die Visumsstelle der Botschaft ist b.a.w. geschlossen). Die Botschaft wäre dankbar, wenn Sie angesichts der aktuellen massiv gestiegenen Zahl von Anrufen darauf verzichten würden, den Bereitschaftsdienst mit der Bitte um Auskünfte zu Flugverbindungen zu kontaktieren. Textnachrichten können vom Bereitschaftsdienst nicht beantwortet werden.

Bitte beachten Sie zudem, dass die Botschaft leider keine finanzielle Hilfe für von den Reisebeschränkungen Betroffene bereitstellen kann.

Bleiben Sie gesund!

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