Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Fragen zum Führerschein

28.05.2019 - Artikel

Fragen zum Fahren mit deutschem Führerschein in Neuseeland


Mit einem deutschen Führerschein dürfen Sie nur dann  in Neuseeland für ein Jahr fahren, wenn Sie eine gültige englische Übersetzung mit sich führen. Die Botschaft fertigt keine Übersetzungen von Führerscheinen an. Anerkannte Übersetzer finden Sie auf der Seite der

New Zealand  Transport Agency.

Der internationale Führerschein ist nur in Verbindung mit Ihrem „normalen“ Führerschein gültig.

Die deutschen Auslandsvertretungen sind keine Führerscheinstellen und können leider keine internationalen Führerscheine ausstellen. Den internationalen Führerschein beantragen Sie bei der Führerscheinstelle in Ihrer Heimatgemeinde (alle Straßenverkehrsämter). Für die Antragsstellung benötigen Sie in der Regel:

  • Personalausweis oder Pass
  • aktueller Führerschein
  • aktuelles biometrisches Passfoto
  • ggf. Antragsformular (Vordruck beim Straßenverkehrsamt oder online erhältlich)


Die deutschen Auslandsvertretungen sind keine Führerscheinstellen und können leider keinen Ersatzführerschein ausstellen. Bitte wenden Sie sich direkt an die deutsche Behörde, die Ihren Führerschein ausgestellt hat. Dort kann man Ihnen Auskunft erteilen, wie Sie einen neuen Führerschein erhalten. Sollten Sie  auf Anforderung der deutschen Führerscheinbehörde eine eidesstattliche Versicherung über den Verlust Ihres Führerscheins abgeben müssen, können Sie dies nur bei der Botschaft Wellington tun. Die Honorarkonsuln können keine eidesstattlichen Versicherung abnehmen. Erfahrungsgemäß müssen Sie für die Beschaffung eines neuen deutschen Führerscheins mit mehreren Wochen rechnen.

Ab einem Aufenthalt von einem Jahr benötigen Sie einen neuseeländischen Führerschein. Um diesen zu beantragen wenden Sie sich an die New Zealand Transport Agency

Bei Umschreibung des deutschen Führerscheins muss in Neuseeland

- ein Sehtest absolviert und bestanden

- ein Identitätsnachweis und Nachweis zur Wohnanschrift vorgelegt

-in die die Aufnahme einer Fotographie muss eingewilligt

- Abnahme eines elektronischen Abdrucks der Unterschrift ist erforderlich

- die geforderte Führerscheingebühr entrichtet

-der gültige deutsche Führerschein ausgehändigt

 werden.

Für die Umschreibung eines LKW Führerscheins ist eine theoretische Prüfung erforderlich. Die praktische Führerscheinprüfung ist zu absolvieren, wenn man den deutschen Führerschein noch nicht seit zwei Jahren besitzt.

 

Aufgrund einer gegenseitigen Vereinbarung zwischen „Land Transport New Zealand“ und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wird bei der Umschreibung der deutsche Führerschein einbehalten und von der  neuseeländische Führerscheinbehörde direkt an das Kraftfahrt-Bundesamt in 24932 Flensburg zur Weiterleitung an die ausstellende Fahrerlaubnisbehörde in Deutschland gesandt. Der deutsche und der neuseeländische Führerschein können damit nicht nebeneinander geführt werden. Dieses Verfahren ergibt sich aus dem Grundsatz, dass jede Person nur im Besitz eines nationalen Führerscheins sein darf. Dies gilt auch bei Umtausch ausländischer Führerscheine in Deutschland gemäß § 30 Abs. 3 bzw. § 31 Abs. 4 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Die Botschaft ist an diesem Verfahren nicht beteiligt!

Der Internationale Führerschein ist ein Zusatzdokument zu Ihrem nationalen Führerschein und soll der Polizei im Ausland die Überprüfung erleichtern, ob Sie auch berechtigt sind Ihr Kfz zu führen. Das Dokument enthält mehrere Sprachen und ist drei Jahre gültig. Der internationale Führerschein ist nur in Verbindung mit Ihrem „normalen“ Führerschein gültig.

Die deutschen Auslandsvertretungen sind keine Führerscheinstellen und können leider keine internationalen Führerscheine ausstellen. Den internationalen Führerschein beantragen Sie bei der Führerscheinstelle in Ihrer Heimatgemeinde (alle Straßenverkehrsämter). Für die Antragsstellung benötigen Sie in der Regel:

  • Personalausweis oder Pass
  • aktueller Führerschein
  • aktuelles biometrisches Passfoto
  • ggf. Antragsformular (Vordruck beim Straßenverkehrsamt oder online erhältlich)

Bearbeitungsgebühr (ca. 16 Euro)

Stand: 07/2019


Mit der Dreizehnten Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2019 (BGBl. I S. 218) wurde der Umtausch von Führerscheinen beschlossen. Dieser vorgezogene gestaffelte Umtausch ist zur Umsetzung europäischer Vorgaben notwendig. Nach der sog. Dritten EU-Führerscheinrichtlinie (Richtlinie  2006/126/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über den Führerschein) sind bis zum 19.01.2033 alle vor dem 19.01.2013 ausgestellten Führerscheine umzutauschen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass alle in der EU noch im Umlauf befindlichen Führerscheine ein einheitliches Muster erhalten, das insbesondere Anforderungen an die Fälschungssicherheit erfüllt.

Der Umtausch staffelt sich wie folgt:

I.             Führerscheine, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind:

Geburtsjahr des Fahrerlaubnis-inhabers

Tag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss

Vor 1953

19.01.2033

1953-1958

19.01.2022

1959-1964

19.01.2023

1965-1970

19.01.2024

1971 oder später 

19.01.2025

II. Führerscheine, die ab 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind*:

Ausstellungjahr

Tag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss

1999-2001

19.01.2026

2002-2004

19.01.2027

2005-2007

19.01.2028

2008

19.01.2029

2009

19.01.2030

2010

19.01.2031

2011

19.01.2032

2012-18.01.2013

19.01.2033

*Fahrerlaubnisinhaber, deren Geburtsjahr vor 1953 liegt, müssen den Führerschein bis zum 19. Januar 2033 umtauschen, unabhängig vom Ausstellungsjahr des Führerscheins.

Nach Ablauf der o.g. Frist wird Ihr alter Führerschein ungültig.

Es handelt sich dabei nur um einen verwaltungstechnischen Umtausch. Ihre Fahrerlaubnis bleibt unverändert bestehen. Zusätzliche regelmäßige ärztliche Untersuchungen oder sonstige Prüfungen sind damit nicht verbunden. Sie bestehen auch weiterhin lediglich für bestimmte Berufsgruppen mit besonderer Verantwortung. Der neu ausgestellte Führerschein wird - unabhängig von der zugrundeliegenden Fahrerlaubnis - auf 15 Jahre befristet. Nach Ablauf dieser Gültigkeit muss ein neuer Führerschein ausgestellt werden.

Sie finden diese Informationen auch auf der Internetseite des BMVI unter: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/pflichtumtausch-von-fuehrerscheinen.html


Das Merkblatt finden Sie hier

Ausländische Führerscheine werden für einen Zeitraum von maximal einem Jahr ab Einreise anerkannt. Sofern der Führerschein nicht auch in englischer Sprache ausgestellt ist, muss stets eine beglaubigte, englische Übersetzung mitgeführt werden. Dieses Erfordernis gilt u. a. für alle deutschen Führerscheine einschließlich des seit 2013 ausgestellten einheitlichen EU-Führerscheins im Scheckkartenformat. Ein internationaler Führerschein ist nicht zwingend notwendig, er wird jedoch in Verbindung mit dem nationalen Führerschein als Übersetzung anerkannt.
Weitere Informationen sowie Adressen anerkannter Übersetzungsmöglichkeiten finden Sie bei der New Zealand Transport Agency


Dieses Merkblatt enthält Informationen über die Anerkennung und die Umschreibung von deutschen Führerscheinen in Neuseeland und umgekehrt, sowie Hinweise zu den erforderlichen Schritten im Falle eines Verlustes oder Diebstahls des Führerscheins.






nach oben