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Öffentlich-rechtliche Namenserklärung

14.09.2018 - Artikel

Nach geltendem Recht darf ein Vor- oder Familienname daher nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund im Sinne des Namensänderungsgesetzes dies rechtfertigt

Namensänderung
Namensänderung© dpa

Das deutsche Namensrecht ist durch die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) umfassend und grundsätzlich abschließend geregelt. Die öffentlich-rechtliche Namensänderung hat Ausnahmecharakter und dient ausschließlich dazu, im Einzelfall unzuträgliche Härten zu beseitigen. Sie ist kein taugliches Mittel, um den Namensträger vor jeder Art von Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten zu bewahren, die die Führung eines bestimmten Namens mit sich bringen kann. Damit Ihr Antrag auf Namensänderung Erfolg hat, muss ein wichtiger Grund bestehen, der die Namensänderung rechtfertigt.

Nach geltendem Recht darf ein Vor- oder Familienname daher nur geändert werden, wenn ein wichtiger Grund im Sinne des Namensänderungsgesetzes dies rechtfertigt. Nach der Rechtsprechung liegt ein wichtiger Grund vor, wenn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers an der Änderung seines Namens, die Interessen anderer Beteiligter und die Interessen der Allgemeinheit, die grundsätzlich die Beibehaltung des bisherigen Namens fordern, überwiegt. Das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des bisherigen Namens ist in der sozialen Ordnungsfunktion des Namens und seiner Funktion als Identifizierungsmerkmal begründet.

Ein wichtiger Grund für eine Namensänderung kann beispielsweise vorliegen,

  • wenn der Name anstößig oder lächerlich klingt
  • wesentliche Schwierigkeiten in der Schreibweise oder bei der Aussprache verursacht
  • bei sogenannten Sammelnamen (z.B. Meyer, Müller, Schmidt)

Auch wenn Ihr Name änderungsfähig ist, wird der Antrag in der Regel abgelehnt, wenn Sie im Schuldnerverzeichnis eingetragen, Strafverfahren gegen Sie anhängig oder Sie erheblich oder wiederholt vorbestraft sind. In diesen Fällen überwiegt wegen der Identifizierungsfunktion des Namens in der Regel das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des bisherigen Namens.

Neben dem vollständig ausgefüllten Antragsformular reichen Sie bitte die folgenden im Original sowie je zwei

  • aktueller Reisepass, für Nicht-Neuseeländer Aufenthaltstitel (Visum)
  • Nachweis über die deutsche Staatsangehörigkeit
  • Personenstandsurkunden ; Geburtsurkunde, Heiratsurkunde etc. ggf. mit Apostille
  • Einkommensnachweis
  • Abmeldebescheinigung aus Deutschland oder eine aktuelle Meldebescheinigung vom (letzten) deutschen Wohnsitz; falls vorhanden

Grundsätzlich sind alle fremdsprachigen Urkunden ins Deutsche zu übersetzen. Bitte haben Sie Verständnis, dass im Laufe des Verfahrens je nach Fallkonstellation die Vorlage weiterer Unterlagen erforderlich sein kann.

Ihren Antrag können Sie in der Botschaft oder in einem Honorarkonsulat stellen. Dies sollten Sie aus Gründen der Rechtssicherheit in Anspruch nehmen. Der Antrag kann auch postalisch direkt bei der zuständigen innerdeutschen Behörde gestellt werden.

Zuständig ist die unterste Verwaltungsbehörde (i.d.R. Gemeinde-/ Stadtverwaltung bzw. Landratsamt)

1. am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort des Antragstellers,

2. am letzten Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort des Antragstellers,

3. am letzten gewöhnlichen Aufenthaltsort der Vorfahren des Antragstellers.

Falls Sie oder ein Elternteil zu keiner Zeit einen Wohnsitz in Deutschland hatten, kontaktieren Sie bitte die Botschaft.

Die Bearbeitungszeit hängt von der zuständigen innerdeutschen Behörde ab und ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Die Botschaft hat hierauf keinen Einfluss.

Für die Beglaubigung Ihrer Unterschrift werden Gebühren i.H.v. 25,- EUR (zu Zahlen in NZD zum aktuellen Wechselkurs) erhoben.
Ebenso fallen in der zuständigen Verwaltungsbehörde in Deutschland Gebühren an. Die Gebühr für die Änderung oder Feststellung eines Familiennamens beträgt 2,50 bis 1.022,-Euro, die Gebühr für die Änderung eines Vornamens 2,50 bis 255,-Euro. Wird der Antrag abgelehnt oder zurückgenommen, wird 1/10 bis 1/2 dieser Gebühr erhoben. Die Kosten für das Verfahren müssen direkt bei der zuständigen Verwaltungsbehörde eingezahlt werden. Diese können nicht über die deutsche Auslandsvertretung abgewickelt werden (durch Überweisung aus Neuseeland oder über Verwandte/Freunde in Deutschland).

Hier finden Sie nützliche links und Informationen zur

Antrag auf Änderung des Namens einer Einzelperson findne Sie hier

Erklärung zur Namensführung eines volljährigen Kindes finden Sie  hier


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